Wer hatte eigentlich diese tolle
Idee? Pünktlich, 15 Minuten zu spät, um kurz vor drei (also mitten in der Nacht
nach 3 Stunden schlechtem Schlaf) wurden wir abgeholt und zum Vulkan Mount
Batur gekarrt. In diesem Moment und noch in mehreren folgenden habe ich Chris
und Laura sehr beneidet, da beide aufgrund ihrer Blessuren aussetzen mussten
und im gemütlichen Bett bleiben konnten. Die Fahrt im Auto war aber noch sehr
amüsant, da der Typ nen bisschen Deutsch konnte, z.B. "Im Dunkeln ist gut
munkeln". Einen nach dem anderen hat er rausgehauen und uns damit wach
gehalten ;)
Naja, nen Rückzieher konnte ich
nun auch nicht mehr machen. Also sind wir drei Mädels, begleitet von einem
Guide und bewaffnet mit Taschenlampen den Vulkan hochmarschiert. Warum wollten
wir nochmal selber laufen, als uns bequem hochtransportieren zu lassen? Diese
und ähnliche Fragen geisterten die ganze Zeit durch meinen Kopf ;) Denn der
Vulkan war irre steil und der Marsch daher unglaublich anstrengend. Ja, richtig
ins Schwitzen sind wir gekommen, obwohl es Richtung Gipfel immer kälter wurde.
Unterwegs hatten wir einen
atemberaubenden Sternenhimmel über uns, der uns einen tollen Sonnenaufgang
verhieß.
Aber es sollte anders kommen,
denn kurz vor dem Ziel gelangten wir im eine dichte Wolkendecke, die sich auch
einfach nicht mehr verziehen wollte. Tja, Pech gehabt. Gab es halt keinen
Sonnenaufgang, dafür ganz viel Wind, Arschkälte und pitschnasse Haare. Danke
Wettergott, es war großartig und bleibt bestimmt unvergessen ;)
Beim Abstieg versuchte Gott dann
seinen Fauxpas wieder gut zu machen, denn plötzlich hatten wir klare Sicht in
den Krater und auf den riesigen Kratersee :) Entschuldigung angenommen, aber
nur nen bisschen ;)
Unterwegs wurde uns dann auch
noch eine Medizin zum Heilen von Wunden präsentiert. Der Guide hat auf so nen
paar grünen Blättern gekaut, sie ordentlich angesabbert und dann auf Tines
Minischürfwunde gelegt. Na, ob das wirkt?
Außerdem konnten wir beim Abstieg
auch sehen, an welch heiklen Stellen wir zuvor im Stockdunklen langgestapft
waren (50 Zentimeter Weg und rechts und links davon Schluchten). Gut, dass wir
nicht mal einfach auf eigene Faust gewandert sind ;)
Wieder im Hostel angekommen,
mussten wir zackig auschecken und sind, wie immer mit dem Taxi, nach Seminyak aufgebrochen.
Im Taxi konnten wir eine neue Beobachtung für die Kategorie
"Kurioses" tätigen: in der Mitte der Wagendecke war ein
Taschentuchhalter angebracht. Scheint es hier serienmäßig zu geben. Kein
lästiges Rumgekrame mehr, ein Griff nach oben und schon kann man nach
Herzenslust loströten ;)
In Seminyak erwartete uns
dann fast der gleiche Anblick wie in Kuta: Touris überall. Allerdings waren die
Strandbars netter, abends wurden bunte Schirmchen und Sitzsäcke aufgestellt,
vereinzelt auch mit Livemusik mit Meereshintergrund :)
Zum Abendessen gab es dann noch
mehr schöne Livemusik :)
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